Revitalisierte Auen am Inn
Im ENGADIN bei Bever beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit der Revitalisierung von Auen links und rechts vom Inn. Fünf Projektvorschläge wurden erstellt und sehen eine Innaufweitung auf zwei Kilometer vor.
Der letzte Eingriff ist zirka 50 Jahre her. Damals wurde der Inn begradigt und in ein neues gemauertes Bachbett gezwängt. Ziel war, den Hochwasserschutz zu verbessern. Seitdem sind die verbliebenen alten Auen abgeschnitten, ausgetrocknet und verlanden.
Das neue Konzept verschreibt sich ebenso dem Hochwasserschutz, als auch der Revitalisierung. Enorme Abstimmungsarbeiten waren erforderlich um alle Interessengruppen mit einzubeziehen. Nun sollen die Varianten im Juli 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Die null Variante ist die Sanierung der maroden Dämme. Jedoch werden diese Dämme von der größten Kreuzotterpopulation des ENGADINS bewohnt.
Weitere Varianten sind nur auf die linke oder auf die rechte Seite vom Inn beschränkt. Hauptsächlich geht es um die Renaturalisierung von Zuflüssen oder von Innaufweitungen
Die teuerste Variante sieht die beidseitige Innaufweitung vor, damit müssen Straßen und eine Brücke neu erstellt werden.
Die fünfte Variante enthält die Nullvariante sowie die Instandhaltung der linken Dämme. Die rechten Dämme werden ihrem Schicksal überlassen was bedeutet, dass sie brechen was zu einer Überflutung der rechten Talseite führt. Weiter muss ein Rückführungsdamm sowie diverse Hochwasserschutzeinrichtungen erstellt werden.
Die Kosten von bis zu 8,6 Mio. Franken und der Realersatz von Land sind offen.

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